Privates Wildreservat vs. Nationalpark

Safaris in privaten Wildreservaten oder Nationalparks?

An den Krüger Nationalpark in Südafrika grenzen private Wildreservate wie Sabi Sands Gebiete und Timbavati an. Die Masai Mara in Kenia ist von der Mara North oder Naibosho Conservancy flankiert. In Botswana haben Sie die Wahl zwischen dem Moremi oder Chobe Nationalpark und exklusiven Privatkonzessionen. Tolle Tiererlebnisse werden sie in beiden haben. Was aber unterscheidet das Safari Erlebnis in einem privaten Game Reserve von dem in einem Nationalpark?

Nationalpark

Eine Safari in einem Nationalpark ist das ursprünglichste Erlebnis. Hier sehen sie die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Sie werden ihnen nicht auf dem Silbertablett präsentiert, sondern spüren sie bei Pirschfahrten regelrecht auf. Die Freude, nach langer Suche einen Löwen zu sehen, ist unvergleichlich.

Eine Garantie, Tiere zu sehen, gibt es in freier Wildbahn nicht. Oder den Löwen direkt vor die Linse zu bekommen.
In viel besuchten Regionen eines Parks sind die Tiere an Menschen – respektive ihre Geländewagen – gewohnt. Sie haben dort eine geringe Fluchtdistanz und lassen sich gut aus der Nähe beobachten. In abgelegenen Teilen eines Parks kann es hingegen vorkommen, dass das Wild recht scheu ist und sie es nur aus der Ferne erspähen.

Die Parks wurden zum Schutz der Tiere geschaffen. Dabei steht nicht das ultimative Safari-Erlebnis im Zentrum, sondern die Natur. So sind die Aktivitäten in den Nationalparks begrenzt. Sie müssen in der Regel auf vorgegebenen Routen fahren. Auch wenn Sie in weiter Ferne eine besonders spannende Sichtung vermuten – die Wege dürfen Sie nicht verlassen. Offroad fahren ist verboten. Nachtsafaris meist ebenso. Pirschwanderungen sind nur selten erlaubt. Eine schöne Ausnahme ist hier der South Luangwa in Sambia, in dem die Walking Safaris erfunden worden.

In Nationalparks beobachten Sie nur die Tiere, die dort heimisch sind. Giraffen beispielsweise werden Sie im Addo Elephant Nationalpark vergeblich suchen.

Die Anzahl der Besucher in einem Park ist nicht begrenzt. In beliebten Parks wie dem Krüger oder der Serengeti kann es Ihnen passieren, dass Sie im Stau vor einer Sichtung stehen.

Minibus Safari im Amboseli

Safari in der Serengeti

In Nationalparks haben sie die Wahl zwischen geführten Pirschfahrten und Pirschfahrten in ihrem eigenen Auto.

Private Wildreservate

Private Wildreservate bieten die Möglichkeit, eine Fülle von Tieren ungestört zu beobachten. Nur die Gäste, die in einer der Luxuscamps und Luxuslodges des Reservats übernachten, dürfen dort auf Safari gehen. In vielen Reservaten gilt die Politik, dass maximal zwei bis drei Fahrzeuge pro Sichtung erlaubt. So bleibt das Erlebnis privat und exklusiv.

Nashörner und Elefanten im privaten Wildreservat Kariega Südafrika

Üblicherweise werden die Tiere für Wildreservate auf Auktionen oder von anderen Game Reserves gekauft. Sie bilden den Grundstock für eine spätere ganz normale Wildpopulation. Die Tiere sind von Anfang an an den Menschen gewohnt. Sie wissen, dass ein Geländewagen keine Gefahr darstellt. So können Sie sich den Tieren sehr einfach nähern – und tolle Fotos machen.

Wildreservate schaffen auch Tiere an, die in der Region nicht zwingend heimisch sind. In den Game Reserves des Eastern Capes wie Shamwari oder Kariega sehen sie im Gegensatz zum Addo Elephant Nationalpark Giraffen.

Privatkonzessionen unterliegen weniger Beschränkungen als Nationalparks. Je nach Eigentümer werden Offroadfahren, Nachtsafaris und Walking Safaris angeboten.

Wildreservate sind von Zäunen umgeben. Durch sie können auch Strommasten führen. Je nach Größe des Reserves werden sie merken, dass sie in einem begrenzten Raum und nicht in der freien Natur sind.

In einem privaten Wildreservat können sie nur mit einem Ranger des Reservats auf Safari gehen. Pirschfahrten im eigenen Auto sind nicht erlaubt.

Ist das Safari Erlebnis in einem Nationalpark oder in einem privaten Game Reserve besser?

Eine einfache Antwort darauf ist nicht möglich.

Wer große Herden sehen möchte, ist mit einer Safari im Nationalpark gut beraten. Private Wildreservate haben nicht die finanziellen Mittel, tausenden von Gnus oder Büffeln kaufen.

Büffelherde in der Masai Mara

Wer auf jeden Fall die Big Five und nahezu garantiert bestimmte Wildtiere sehen möchte, der sollte in einem der Wildreservate auf Safari gehen. Im Sanbona Wildreservat in der Kleinen Karoo werden sie weiße Löwen sehen.

Weiße Löwen in Sanbona in Südafrika

In Samara in der Großen Karoo haben Sie beste Chancen, das scheue Aardvark zu erspähen. Wer Nashörner sehen möchte, ist mit Shamwari oder Kariega in der Provinz Eastern Cape in Südafrika gut beraten.

Im Idealfall gehen Sie zunächst in einem privaten Wildreservat auf Safari. Mit einem professionellen Ranger werden sie eine Fülle von Tieren sehen und können die „Big Five“ abhaken. So geschult, entdecken sie dann selber in einem Nationalpark Tiere und staunen über die großen Herden von Impalas, Gnus und Elefanten.

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