Maurtius kulinarisch - Tipps für einen genussvolle Reise nach Mauritius

Mauritius kulinarisch

Was ist das absolute Lieblingsessen und Nationalgericht von Mauritius? Hierauf eine allgemeingültige Antwort zu bekommen, ist gar nicht so einfach.

Dholl puri werden viele sagen – ein Fladen aus gelben Erbsen, der vielfältig gefüllt wird. Gateaux Piments sagen die anderen – frittierte Teilchen aus gelben Erbsen, die mit Chilis und Koriander gewürzt sind. Zu den Antworten gehört sicher auch Rougaille – ein kreolischer Eintopf auf Basis von Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Thymian. Und natürlich Mine Bouille – gekochte Nudeln.

Die bewegte Geschichte der Insel mit ihren Einflüssen aus Indien, China, England und Frankreich zeigt sich also auch in der Küche des Landes. Was also liegt näher, als die kulinarische Fülle von Mauritius zu erkunden und so quasi durch den Mund die Insel, ihre Geschichte und ihre Menschen näher kennen zu lernen.

Ein kulinarischer Streifzug durch Mahebourg

Ein toller Einstieg in die authentische Küche ist ein Rundgang mit den Taste Buddies durch Mahebourg. Restaurants, die vor allem Einheimische besuchen, kleine Streetfood-Stände und ein Bummel über den Markt – die Führung gibt einen guten Einblick über die authentische Küche von Mauritius.

Fischgericht Mauritius

Wer würde schon das winzige Restaurant in einer Nebenstraße betreten um dort ein Gericht wie Mine Bouille Mangouak zu probieren? Nudeln in Brühe mit einem Topping aus Muscheln und Frühlingszwiebeln? Oder den kleinen Straßenstand finden, an dem Merveille angeboten wird, ein typisches Armeleutessen. Es sind aus Mehl und Wasser hergestellt frittierte Teigfladen, in deren Mitte zum Dippen Tomatenchutney und Tamarindensauce geträufelt wird. Wir kosten eine Art Obstsalat, der auch Gurke enthält und mit einer süß-salzigen Tamarindensauce beträufelt wird. Es gibt einen frittierten Fisch mit Chillies und natürlich trinken wir eine frische Kokosnuss. Highlights sind außerdem ein Bananenpastetchen und ein Bummel über den Markt von Mahebourg, wo es noch ein paar Gateaux Piments gibt.

Streetfood Mauritius

 

Markt Mahebourg, Mauritius

Eine kleine „Warnung“ – nicht mehr als ein leichtes Frühstück vor der Tour einnehmen, es gibt reichlich Essen während des Rundgangs.

Noch mehr Lust auf kulinarische Entdeckungen auf Mauritius? Hier sind ein paar Tipps für Ausflüge.

L’Aventure du Sucre

„Mauritianer haben Zucker und kein Blut in den Adern“ heißt es. Was also liegt näher als ein Besuch des neu gestalteten Museums „L’Aventure du Sucre“. Eine alte Zuckerfabrik wurde zu einem interaktiven Museum umgestaltet.

Im Museum des L'Aventure du Sucre

Es geht hier ebenso um die Geschichte des Landes, wie um den Anbau und die Verarbeitung von Zucker. Am Ende des Besuchs lockt eine Verkostung verschiedener Zuckerarten – und, wer möchte, auch eine Rum-Verkostung. Zum Museumskomplex gehört ein Shop und ein ausgezeichnetes Restaurant.

Gelände von L'Aventure du Sucre

Biscuiterie H. Rault

Der Geschmack der Maniokkekse ist – nun sagen wir einmal – interessant. Aber ein Besuch der Keksfabrik ist trotzdem sehr zu empfehlen, alleine schon um den Damen bei der Herstellung der Kekse zuzuschauen. Die Manufaktur liegt etwas außerhalb von Mahebourg. Seit 1870 werden hier nach dem gleichen Rezept Kekse hergestellt. Die einzigen Zutaten sind Maniok und Zucker – ergänzt durch Gewürze wie Zimt oder Vanille. Glutenfrei, gesund – und sehr beliebt auf der Insel.

 

Takamaka Boutique Winery

Ein Mauritianer mit einem großen Traum: Alexander Oxenham, der in Frankreich Önologie studiert hat, wollte ein Weingut auf Mauritius eröffnen. Da Weintrauben aus klimatischen Gründen auf der Insel nicht gedeihen – keltert er nun Wein aus Lychees. In seiner Boutique Winery kann man einen „Weißwein“, „Roséwein“ und eine semi-süßen Wein kosten – und mehr über die Produktion erfahren. Außerdem gibt es noch ein kleines, feines Bistro.

Takamaka Boutique Winery Mauritius

Das erste Mal von Lychee Wein habe ich übrigens bei einer fantastischen Weinverkostung, die von feinen Snacks begleitet wird, im Prince Maurice erfahren, die ich jedem nur ans Herz legen kann.

Bois Cherie

Franzosen experimentierten schon im 18 Jh. mit dem Anbau von Tee auf Mauritius. Der Anbei im großen Stil begann allerdings erst unter britischer Herrschaft im Jahr 1892 mit der Gründung der Plantage Bois Chéri. Der dort produzierte schwarze Vanille-Tee ist eine Spezialität der Insel. Es gibt ein kleines Museum, bei einer Führung am Morgen kann man die Verarbeitung der Pflanzen bis zum fertig in Beuteln abgepackten Tees beobachten. Wer schon einmal eine der Fabriken in Simbabwe oder Sri Lanka besucht hat, die an die Zeiten von Charles Dickens erinnern, wird über die moderne Produktion überrascht sein.

Zum Schluss kann man in der Domaine mit Blick über die Teeplantagen die verschiedenen Sorten kosten. Auch ein Restaurant gehört zur Domaine. Der Ausflug ist zwar recht touristisch – die Ausblicke auf die Teeplantagen und die Einblicke in die Geschichte von Mauritius aber lohnen den Besuch.

Teeplantage von Bois Cherie

Lust auf eine genussvolle Reise nach Mauritius bekommen? Gerne planen wir Ihre individuelle Traumreise.