Wilderness Camp Mombo

Luxus-Safari in Botswana – lohnt sich das?

Botswana ist ein teures Reiseland. Besonders im Rahmen einer Luxus-Safari. Viele hundert Euro kostet eine einzige Nacht in einer der exklusiven Lodges und Camps. Ist das Erlebnis das Geld wert? Was unterscheidet eine luxuriöse Safari in Botswana von einer günstigeren Rundreise?

Overland-Trip durch Botswana

Eine meiner ersten Reisen in das südliche Afrika war ein Overland-Trip von den Viktoriafällen bis nach Kapstadt. Das Herzstück der Reise war der Aufenthalt in Botswana. Bootstouren im Chobe Nationalpark, der Besuch von San (Buschmännern) in der Kalahari, zu den Makgadikgadi Pans – und drei Tage im Okavango Delta. Was hatte ich mich auf die „Welt des Wassers“ gefreut.

Ein wenig abenteuerlich war der Trip damals noch. An den Ausläufern des Deltas warteten unsere Poler Crew mit ihren Mokoros.

Mokoros und Poler im Okavango Delta

Heute sind die Einbäume recht komfortable Boote aus Fieberglas. Damals waren sie noch aus Holz. Malerisch zum Anschauen – latent ungemütlich, wenn das Wasser von allen Seiten in das wacklige Gefährt eindringt. Unsere Poler stakten alles – von Menschen bis zur Campingausrüstung – auf eine Insel inmitten der Schilfkanäle.

Im Mokoro durch die Schilfkanäle des Okavango Deltas

Und dort blieben wir dann. Unternahmen Wanderungen, bei denen wir kaum Tiere sahen. Entspannten im Schatten und gingen in den Wasserkanälen schwimmen.

Schwimmen-im-Okavango-Delta

Es war ein grandioses Erlebnis. Das Miteinander der Crew zu erleben, die Lagerfeuerromantik, durch die Kanäle zu staken, den nächtlichen Geräuschen zu lauschen (ja – irgendwo da draußen sind Löwen). Doch den Hype um Botswana konnte ich überhaupt nicht verstehen. Tierreichtum? Einmalige Landschaften? Wasserwelten?

Jahre später unternahm ich eine zweite Rundreise in Botswana. Diesmal mit einer exklusiven Flugsafari zu den Camps von Wilderness Safaris. Ein Augenöffner. Die abwechslungsreichen Landschaften, Tiere in Hülle und Fülle – vom ersten Moment an nahm mich dieses Botswana gefangen.

Gepard in Botswana

Was unterscheidet eine Luxusreise nach Botswana von einer Selbstfahrertour?

Das Landschaftserlebnis
Botswana lebt von der Vielfalt der Landschaften. Linyanti, Moremi, das Savute Gebiet und das zentrale Delta gehen zwar ineinander über. Ihre Vegetation und ihr Tiervorkommen unterscheiden sich aber sehr stark. Wer „nur“ das Delta oder „nur“ das Moremi-Gebiet bereist hat, wird sich keinen wirklichen Eindruck vom Land machen können.

Flug über das Okavango Delta

Die Krux bei einer Selbstfahrer- oder Overland-Tour: Die Straßenverhältnisse sind oft sehr schlecht. Für eine Strecke von 100 km kann man schon einmal fast einen Tag unterwegs sein. Viel Geduld und Zeit sind also erforderlich, um sich dem Land zu nähern. Und einige Regionen sind mit dem eigenen Auto gar nicht erreichbar: die Camps in den besten Wildgebieten sind nur mit dem Sportflugzeug zugänglich.

Palmeninsel im Okavango Delta

Eine Flugsafari schlägt also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zugang zu den schönsten Regionen, eine einfache Verbindung zwischen den Game Reserves – und die beste Möglichkeit, sich ein Bild von der fantastischen Landschaft zu machen. Trockene Regionen wechseln mit weiten Wasserflächen ab, kleine Kanäle durchziehen üppiges Grün.

Das Tiererlebnis
Die Luxuscamps liegen in privaten Konzessionen. Die Safariunternehmen, Wilderness Safaris, Desert & Delta Safaris oder Sanctuary Retreats etwa, pachten das Land. Je wildreicher eine Konzession ist, desto höher ist die Pachtgebühr – und desto höher der Reisepreis.

Und was haben die Gäste davon? Nur die Reisenden, die in den Camps wohnen, dürfen in dieser Region auf Safari gehen. Ein Löwe und 20 Fahrzeuge, wie es oft in der Masai Mara ist? Fehlanzeige in Botswana. Eher ist es umgekehrt. Ein Löwenrudel und nur ein Fahrzeug. Viele Camps haben sich selber auferlegt, dass maximal drei Geländewagen vor einer Sichtung stehen können.

Hyänen bei Mombo

Den Tieren merkt man an, wie entspannt sie sind. Ganz nah lassen sie die Gäste an sich heran – posieren scheinbar für die Fotos.

Red Lechwe in Botswana

Ganz zu schweigen von der Artenvielfalt und den seltenen Tieren, wie Wild Dogs, die es hier zu sehen gibt.

Wild Dogs in Botswana

Ist eine Luxus-Safari in Botswana das Geld wert?

Ein ganz klares „Ja“. Das so oft versprochene exklusive Tiererlebnis – hier ist es Realität. Und in Kombination mit den traumhaft schönen, komfortablen Camps, ist eine solche Safari in Botswana wohl mit kaum einem anderen Safari-Erlebnis zu vergleichen.

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