Louis C. Jacob - das Genuss Touren Hotel in Hamburg

Hamburg – ganz ohne Sightseeing. An der Elbe

Kurzurlaub in Hamburg. Ein Langes Sommer-Wochenende. Kein Michel, keine Rathaustour, kein Fischmarkt, kein Musical. Ja aber verpasst man da nichts, fragt sich der pflichtbewusste Sightseeing-Enthusiast in mir? Nein, stellt der Genuss-Mensch in mir fest.

Was gibt es Schöneres, als eine Stadt einfach nur zu genießen, auf sich wirken zu lassen? Und so ganz nebenbei sieht man ja vielleicht doch noch das eine oder andere touristische Highlight? Die besten Orte in Hamburg für solch entspannte Erkundungen liegen am Wasser. Im ersten Teil des Streifzuges geht es an die Elbe. Ausgangspunkt ist das wunderschöne Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee. Auf der Lindenterrasse sitzen, auf den Fluss schauen, die Schiffe vorbeiziehen sehen – einfach herrlich.

Övelgönne

Ich beginne meinen Streifzug durch die Stadt mit einer Fährfahrt. Gemächlich geht es von Teufelsbrück in Nienstedten gen Innenstadt. Die Prachtvillen der Elbchaussee ziehen vorbei. Je näher wir der Stadt kommen, desto breiter wird der Elbstrand auf der einen Seite, desto markanter zeichnen sich die Hafenkräne auf der anderen Seite ab. Am nächsten Stopp, Övelgönne, springe ich raus und entdecke ein erstes Highlight.

Lotsenhäuser in Övelgönne

Am Elbufer hatten sich zunächst Fischer angesiedelt, fanden aber bald ein viel lukrativeres Einkommen. Sie boten Schiffe ihren Lotsendienst an. Der ideale Ort dafür war das kleine Dorf Övelgönne. 1745 gründeten sie hier die erste Lotsenbrüderschaft. Von ihrem bescheidenen Wohlstand zeugen ganz reizende kleine Häuser, die liebevoll restauriert sind. Sie haben stuckverzierte Fassaden, kunstvoll geschnitzte Türen und schmiedeeiserne Wintergärten.

Wer noch ein wenig mehr in die Vergangenheit eintauchen kann, besucht direkt am Fähranleger den Museumshafen mit 30 historischen Schiffen, von denen noch jedes fahrtüchtig ist.

Övelgönne - Museumshafen

Heimlicher Star in Övelgönne aber ist die Strandperle. Wer Glück hat, ergattert einen Tisch, die anderen nehmen sich ein Bier, setzen sich in den Sand und schauen den vorbeifahrenden Containerschiffen zu.

Kultrestaurant Strandperle in Hamburg

Elbphilharmonie

Mit der Fähre geht es vorbei an den St. Pauli Landungsbrücken, den Museumsschiffen Ricke Rickmers und Cap San Diego bis zur Elbphilharmonie. Skandalprojekt, Kulturtempel. Mittlerweile ist die Fassade soweit fertig gestellt und der Innenausbau hat begonnen. Eine Besichtigung der Baustelle ist dadurch nicht mehr möglich. So bleibt nur, die glitzernde Fassade zu bewundern. Ein entspannter Ort dafür ist Miss Sofie am Kaiserkai: im Liegestuhl nach hinten lehnen, am leckeren Karamell- oder Marzipan-Eis schlecken und auf den Prachtbau und den Hafen schauen.

Elbphilharmonie und Speicherstadt

Wedel

Der zweite Teil des Elbe-Streifzugs führt aus der Stadt heraus nach Wedel. Schiffe gucken ist angesagt. Im Willkomm Höft werden die auslaufenden Schiffe verabschiedet, die einlaufenden mit der jeweiligen Nationalhymne und in deren Landessprache begrüßt. Imposant sind vor allem die Dimensionen der Container-Riesen. Beim Einlaufen lassen Sie die Skyline von Hamburg winzig erscheinen.

Containerschiff bei Willkommen Höft

Treppenviertel

Auf dem Weg zurück nach Hamburg liegt Blankenese. „Da können sie nichts kaufen, da können sie nur erben“, hatte ich über das Treppenviertel gehört.

Reetgedecktes Haus im Treppenviertel

Da möchte man gerne erben. Kleine, reetgedeckte Häuschen und imposante Villen ziehen sich vom Fluss den Elbhang hoch. Sie sind mit 58 Treppen und 4864 Stufen miteinander verbunden.

Treppenviertel in Blankenese

Vom Treppensteigen müde, gibt es noch einen Cappucino im prachtvollen Strand Hotel direkt an der Elbe.

So gehen zwei entspannte Sommer-Tage in Hamburg zu Ende – ohne Sightseeing-Stress – und doch mit vielen (touristischen) Highlights.

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