Safaris in einem trockenen Jahr in Botswana

Ein trockenes Jahr in Botswana – fantastische Safaris

Die Faszination von Botswana macht das Wechselspiel von Wasserflächen im Okavango Delta und der Trockenheit der umliegenden Kalahari aus. Eine Faustregel besagt – je trockener es wird, desto besser sind die Möglichkeiten der Wildbeobachtung. Wie schauen Safaris in einem trockenen Jahr in Botswana aus, in dem der Wasserstand im Okavango Delta niedrig ist?

Woher kommt das Wasser im Okavango Delta?

Das Okavango Delta ist ein Paradox – in vielerlei Hinsicht. Es ist eine grüne Oase inmitten des trockenen Kalaharisands. Es wechselt im Lauf der Jahreszeiten permanent sein Gesicht – von einer glitzernden Wasserfläche zu staubtrockenen Pisten. Paradox sind vor allem, dass das Delta seinen niedrigsten Wasserstand in der Regenzeit zwischen November und März hat. Es füllt sich zu seinem höchsten Stand in der Trockenzeit.  

Wasserlilien im Okavango Delta

Denn der Wasserstand des Okavango Deltas ist weniger vom Regenfall in Botswana selber abhängig, als vom Wasserstand in den Höhenlagen von Angola. Hier sammeln sich die Wassermassen während der Regenzeit, die sich dann langsam in das Okavango Delta ergießen. In einem normalen Jahr erreicht die Flut Ende April den nördlichen Teil des Okavango Deltas. Mit einer Geschwindigkeit von ungefähr einem Kilometer pro Tag arbeitet sich die Flut weiter voran. Der Höhepunkt erreicht die Flut normalerweise zwischen Juli und August. Da es die Trockenzeit ist, verdunstet das Flutwasser in den nächsten Monaten allmählich.

Das Okavango Delta in regenreichen und in trockenen Jahren

In regenreichen Jahren hat das Delta eine große Ausdehnung. Der Busch gedeiht üppig. Die Tiere finden reichlich Nahrung und vermehren sich. Sie verteilen sich über ein großes Areal, denn sie finden Futter und Wasser nicht nur im Okavango Delta sondern auch in der umliegenden Kalahari-Wüste.

In den regenreichen Jahren ist es bis in den Juni schwerer Tiere aufzuspüren. Sie sind im dichten Busch schwieriger zu sehen und verteilen sich auf eine große Landfläche.

Leopard im hohen Gras in Botswana
Zebras und Giraffen im hohen Gras in Botswana

Es gibt immer wieder Jahre, in denen sehr wenig Wasser im Hochland von Angola fällt. Als Konsequenz erreicht die Flut das Delta später, die Ausdehnung ist geringer, das Wasser versickert und verdunstet schneller.  

In trockenen Jahren wird das zentrale Okavango Delta zu einem wahren Tiermagneten. Das Wild findet in der umliegenden Kalahari-Wüste zu wenig Wasser und Nahrung und findet sich in großer Konzentration an zurückweichenden Kanälen und Lagunen ein. An einem Ort drängen sich Elefanten, Büffel, Gnus und Zebras, sorgfältig beobachtet von Raubtieren, die den Pflanzenfressern folgen und ihre ganze Aufmerksamkeit auf die letzten verbleibenden Wasserlöcher richten. Für jeden Tierliebhaber ein Traum – vor allem, weil die Tiere bei dem dürren Busch bestens zu sehen sind.

Kudu in der Trockenzeit in Botswana

Safaris zu Wasser und zu Land

Der besondere Reiz einer Safari in Botswana sind die verschiedenen Aktivitäten zu Land und zu Wasser: Pirschfahrten im Moremi Gebiet, Bootstouren oder Mokoro-Ausflüge im zentralen Delta. Führt der Okavango allerdings so wenig Wasser, können diese Aktivitäten eingeschränkt sein.

In Botswana unterscheidet man zwischen „Landcamps“, „gemischten Camps“ und „Wassercamps“.

Camps im Moremi-Gebiet sind oftmals reine Landcamps, in denen nur Pirschfahrten angeboten werden, beispielsweise in Mombo. In den offene Busch- und Baumsavannen sehen Sie bei Pirschfahrten viel Großwild und große Tierherden.

Zebras auf einer Pirschfahrt im Moremi Gebiet

Am Rand des Moremi und im Linyanti Gebiet liegen die gemischten Camps wie Xakanaxa oder Vumbura Plains. Hier werden in regenreichen Jahren sowohl Wasser- als auch Landaktivitäten angeboten. In einem sehr trockenen Jahr kann es sein, dass die Wasseraktivitäten erst spät im Jahr oder nur eingeschränkt angeboten werden können.

Einige Camps, wie das Camp Okavango, sind reine Wassercamps. Sie sind von permanenten Wasserkanälen umgeben. Von ihnen aus werden das ganze Jahr über nur Wasseraktivitäten angeboten. Auch in sehr trockenen Jahren sind hier Bootstouren und Mokorofahrten möglich.

Sonnenuntergang Okavango Delta

Fazit:

In einem trockenen Jahr sind die Möglichkeiten zur Tierbeobachtung in Botswana fantastisch. Bei der Planung einer Safari ist noch stärker auf die richtige Auswahl der Camps zu achten, um eine gute Mischung von Safarierlebnissen zu Wasser und zu Land zu garantieren.

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