Jede Safari – ein Abenteuer

Eine Safari macht süchtig. (Fast) jeder, der einmal in Afrika gewesen ist, möchte wieder zurück. Khakifieber nennen es viele – das Fernweh nach der roten Erde, der Sonne, der Weite, dem Tierreichtum. Und auch die Sehnsucht nach einem Abenteuer macht den Reiz einer Safari aus.

Wunderbar organisiert erscheint der Tagesablauf. Ein frühes Frühstück, eine Pirschfahrt, dann ein opulenter Brunch. Am Nachmittag wieder auf Safari und den Tag dann bei einem guten Glas Wein ausklingen lassen. Wo bleibt da das Abenteuer, mag sich mancher fragen? Es umgibt uns in jedem Augenblick – denn bei keiner Pirschfahrt wissen wir, was uns erwartet.

Die Pirschfahrt – der Reiz der Suche

Wer schon einmal auf eigene Faust auf Safari gegangen ist kennt sie bestimmt – lange Ausfahrten, bei denen man außer ein paar Antilopen kein Tier sieht. Stunde um Stunde fährt man durch den Busch, weiß eigentlich, dass eine Vielzahl von Wildtieren dort leben – aber nichts. Tierleer.

So ging es mir bei einer Morgensafari in Kings Pool, bei der ich die Qualität des Guidings erst so richtig schätzen gelernt habe. Gute Guides können die Zeichen der Natur richtig interpretieren, kennen ihr Revier und finden so Tiere, die der Laie selber nie aufgespürt hätte. Auf unserer Pirschfahrt hatten wir außer einer Giraffe und ein paar Impalas nichts gesehen – und das in einer der wildreichsten Gebiete in Botswana. Der Ehrgeiz des Guides war geweckt. Er beobachtete den Himmel und lauschte auf die Vogelstimmen. Auf einmal fuhr er los. Bei einem Dickicht hatte er ein aufgeregtes Gezwitscher gehört. Als wir uns dem Busch näherten sah ich ein getupftes Fell hervorblitzen. Ein Leopard. Das Glücksgefühl war umso größer, weil ich mit nichts mehr gerechnet hatte.

Leopard bei Kings Pool in Botswana

Das Herz rast – Tiere aus nächster Nähe sehen

Tiere nehmen einen Geländewagen (oder auch ein Boot) als eine Einheit wahr, die für sie keine Gefahr darstellt und der sie somit nichts anhaben. Es ist also unbedenklich, die großen Tiere von der Sicherheit eines Fahrzeugs aus zu beobachten. Und doch – das Herz klopft jedesmal wieder, wenn sich Löwen, Nilpferde oder Elefanten nähern.

Besonders aufregend war eine Beobachtung eines Elefanten im Okavango Delta nahe des Kwetsani Camps. Mit dem Boot fuhren wir durch einen Kanal – da stand er plötzlich vor uns. Auf der anderen Seite des Kanals war eine Insel mit Feigenbäumen – ein Festessen für den Elefanten. Er setzte sich in Bewegung, schaute uns an und machte mit einem Wedeln der Ohren klar, dass er hier den Vortritt hat – den wir ihm gerne gelassen haben.

Inszenierte Abenteuer

Ein Abenteuer ist laut Duden ein „außergewöhnliches, erregendes Erlebnis“. Laut Wikipedia „eine risikoreiche Unternehmung oder auch ein Erlebnis …, das sich stark vom Alltag unterscheidet.“.

Außergewöhnlich, erregend – und sehr stark vom Alltag unterscheiden sich die hautnahen Begegnungen mit Elefanten, die ich in Botswana erleben durfte.

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Neben einem Elefanten zu stehen, seine Stoßzähne zu berühren, seine Kraft zu spüren – Abenteuer pur. Mehr zu den Erlebnissen mit den drei Elefanten von Living with Elephants gibt es hier. Schaukelnd auf dem Rücken eines Elefanten zu sitzen, die Welt aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben – außergewöhnlich, erregend! Mehr zu diesem Abenteuer gibt es hier.

Elefantenreiten im Abu Camp

Ist es ein Abenteuer, wenn ich weiß, dass das Erlebnis inszeniert ist? Ich denke, es kommt auf das Erlebnis an – und wie ich selber das Erlebte empfinde.

Was war Ihr spannendstes Erlebnis auf einer Safari?

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade Mein Abenteuer ist nicht Dein Abenteuer teil.

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